Dieses SEO-Tool verspricht zwei mal mehr Video-Views auf YouTube – vidIQ

VidIQ ist eine mächtige Applikation, die besonders zur SEO-Optimierung genutzt werden kann. Durch diesen Dienst lassen sich Tags und Suchergebnisse von Videos nicht nur optimieren, sondern mehr noch: Das Plugin verspricht in der kostenpflichtigen Version zweimal mehr Views auf YouTube-Videos. 

Wer einen eigenen Kanal betreibt hat selbstverständlich das Ziel, dass die eigenen Videos gesehen werden. Wichtig dafür ist SEO-Optimierung. Was bei Google und Co. schon längst alltäglich ist, kann mit VidIQ ähnlich präzise und stichhaltig auf YouTube projiziert werden. Dieser Dienst bietet eine umfangreiche Keyword-Analyse und -Auswertung. Dabei übersteigt der Funktionsumfang in der Basisversion nicht den der normalen YouTube Analytics. Die kostenpflichtige Version bietet hingegen einige weitere Features, die hilfreich sein können, aber nicht müssen. Allgemein lässt sich vorerst gut mit der kostenfreien Variante arbeiten.

Wie nutze ich VidIQ?

Die ersten Schritte sind denkbar einfach. Über die Webseite ein neues Konto eröffnen, mit dem eigenen YouTube-Kanal verbinden, Plugin für den jeweiligen Browser (geschrieben wurde vidIQ für Chrome, Versionen für andere Browser wie Firefox sind gerade erschienen oder erscheinen noch laut CEO Rob Sandie) installieren und los geht’s. Man kann auch einfach das Plugin über den Store des Browsers finden, installieren und sich darüber ein Konto mit Kanalverknüpfung erstellen, ganz wie man es als praktisch empfindet.

In erster Linie funktioniert VidIQ als Integration im Browser, um die vorhandene YouTube-Seite mit diversen Informationen zu ergänzen. Es lassen sich zum Beispiel auf der Kanalseite Statistiken über individuell einstellbare Zeiträume anzeigen, wie Anzahl der veröffentlichten Videos, Facebook Follower, oder die vom Nutzer gesetzten Kanal-Tags. Außerdem kann der User Daten über einzelne Beiträge und ganze Kanäle einfach exportieren, um diese als Data-Sheet herunterzuladen.

Auf der Videoseite sieht man ein Ranking-System, das die Performance des Clips grob bewertet. Das Plugin gibt Einsicht über Tags, das jeweilige Ranking in der (nicht eingeloggten) Suche, Klick-Wachstum und einige weitere Statistiken aus der YouTube-API. Besonders interessant ist dabei die durchschnittliche Wiedergabe-Zeit, die besonders wichtig für den YouTube-Algorithmus ist, und wieviele Abos das Video grob für den Kanal generiert hat.

 

Tags, Tags, Tags

Wer schon mal ein YouTube-Video hochgeladen hat, weiß, dass man verschiedene Tags einfügen kann, die den Clip im besten Falle beschreiben. Neben Titel und einigen anderen Faktoren dienen diese dazu, in der Suche besser gefunden zu werden.

VidIQ testet Verschiedene Suchbegriffe auf Herz und Nieren. Wie oft wurde dieses Wort in den letzten Wochen gesucht? Wie viele Creator machen Videos darüber? Wie hoch ist die Konkurrenz? Was kann ich tun, um höher in den Ergebnissen aufzutauchen? Einfach einen Suchbegriff in das Feld eingeben und schon spuckt einem das Plugin alle wichtigen Informationen dazu aus. Somit lassen sich Tags von Beiträgen mit ähnlicher Thematik genauer analysieren und mit den eigenen vergleichen. VidIQ schlägt einem sogar thematisch ähnliche Videos mit guter Performance vor und zeigt deren Tags an. Außerdem ist es manchmal sinnvoll, eigenen Tags mit denen anderer zu vergleichen, zu übernehmen was passt und gut funktioniert, sich aber auch an entscheidender Stelle zu unterscheiden.

Kanal-Übersicht entschlacken

Mit VidIQ lassen sich viele Videos gleichzeitig bearbeiten. In der Standard-Kanal-Oberfläche müsste jeder einzelne Clip in einem einzelnen Tab aufgerufen werden, um beispielsweise Titel und Beschreibung zu ändern. Mithilfe des Plugins kann dies direkt in einem Fenster für alle Beiträge gemacht werden.

Durch das Tool kann jeder Creator zudem den passenden Facebook-Post zum Video erstellen und diesen gleichzeitig mit dem eigentlichen Beitrag veröffentlichen. Um sich schnell ein provisorisches Thumbnail zu erstellen, bietet VidIQ außerdem ein Tool, das jedoch nicht annähernd an den Umfang einfachster Bildbearbeitungsprogramme herankommt. Es lässt einen jedoch Screenshots aus einzelnen Frames machen und diese grob nachbearbeiten und mit Schrift versehen, was oft schon die halbe Miete ist.

VidIQ-Website und das Problem mit den Bezahl-Versionen

Abgesehen von der kostenfreien Variante bietet VidIQ verschiedene Versionen: „Pro“, „Antrieb“ und „Unternehmen“. Dabei verspricht Zweiteres die doppelte Menge an Video-Aufrufen. „Pro“ ist eine weitaus günstigere, aber längst nicht so mächtige Variante von „Antrieb“. „Unternehmen“, das für Marken, MCNs und Agenturen geeignet ist, bietet beinahe grenzenlosen Zugang zu allen Tools von VidIQ.

 

Das interessanteste Feature für Bezahl-User ist ein Tool, das Titel, Beschreibung und Tags nach Wörtern durchsucht, die wahrscheinlich zu einer Entmonetarisierung führen würden, und diese markiert. Darüber hinaus stellt VidIQ ein Tool zur Verfügung, das sich analytisch mit der Trending-Page von YouTube befasst. Es findet Parameter, die feststellen wollen, warum ein Video in den Trends gelangt ist.  Abgesehen davon lässt sich die Seite in einem separaten Fenster individuell anpassen. Beispielsweise kann nach den höchsten Views, Aufrufen pro Stunde und Engagement gefiltert werden. Nach bestimmten Keywords kann außerdem gesucht werden. Somit generiert VidIQ eine angepasste Trend-Seite. Erwähnenswert sind außerdem eine erweiterte Keyword-Suche und einfache Übernahme vieler themenspezifischer Tags für die eigenen Videos auf einmal. Ein umfangreicher Vergleich zweier Kanäle ist mit dem Tool auch möglich.

Bei erfolgreich verbundenem YouTube-Account bekommt der Nutzer auf der Website von VidIQ theoretisch einen noch tieferen Einblick in die Statistiken des Kanals. Hinter einer Bezahlschranke verstecken sich Informationen wie die perfekte Uhrzeit zum Posten eines Beitrags, Auflistung der externen Seiten, die auf den eigenen Clip verlinken, und umfangreichere Daten über Abonnenten. Die Web-Applikation lässt sich am ehesten mit einer erweiterten Analytics-Seite beschreiben: Bester Wochentag zum Upload, ergänzte Playlist-Analyse und eine Funktion, die Tags vorschlägt, die zu den jeweiligen Videos passen – diese lassen sich einfach für den eigenen Beitrag übernehmen. Wenn man jedoch nur die kostenlose Variante benutzt, kann man die Web-Applikation getrost ignorieren, denn diese bietet ohne die erweiterten Tools keinerlei Mehrwert im Vergleich zur Analytics-Seite von YouTube. 

 

In erster Linie ein SEO-Tool

Die Versionen „Pro“, „Antrieb“ und „Unternehmen“ sind kostenpflichtig und primär Komfort-Funktionen, die je nach Angebot umfangreicher oder abgespeckter daher kommen. Die verbesserte Bearbeitung von vielen Videos gleichzeitig oder die Warnung vor Begriffen, die zu einer Entmonetarisierung führen können, sind gern gesehene Optimierung. VidIQ selbst ist jedoch primär ein schönes Tool, um Einsicht in diverse Suchbegriffe und deren Rankings in der YouTube-Search zu bekommen. SEO-Optimierung wird damit sehr leicht gemacht. Das Tool bietet somit selbst in der Basis-Version eine mächtige Möglichkeit, die eigenen Videos besser auffindbar zu machen. Deshalb empfehlen wir bei der kostenfreien Variante zu bleiben und diese zu nutzen. 

 

Beitragsbild: VidIQ

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