Tubesights Round Up: YouTube- und Influencer-Marketing-News im Mai 2018

Diesmal am Ende des Monats gibt es in unserem Tubesights Round Up alles Wissenswerte aus dem Monat Mai zu den Themen YouTube und Influencer-Marketing. Nehmt euch ein paar Minuten und lasst euch auf den aktuellen Stand bringen!

YouTube: Das waren die neuen Features im Mai

Verglichen mit März gab es im April und Mai bei YouTube zwar nicht ganz so viele Neuerungen, dennoch wurden einige interessante Funktionen veröffentlicht. All diese gibt es hier im Überblick:

  • Mit YouTube Premium gibt es einen Nachfolger für YouTube Red. Er umfasst wie zuvor den werbefreien Zugang zur Video-Plattform, Zugriff auf die YouTube Originals und die Option, Videos herunterzuladen und mobil im Hintergrund wiederzugeben. Außerdem ist eine Musik-Streaming-Flat namens YouTube Music mit dabei. In den USA kostet YouTube Premium 12,99 US-Dollar, in Deutschland soll das Angebot „bald“ starten. Wann genau, ist bislang aber noch nicht bekannt.
  • „Take a Break“ heißt eine neue Funktion, die ab sofort in den mobilen YouTube-Apps zur Verfügung steht. Aktiviert man die Option in den Einstellungen, wird man automatisch nach einer bestimmten Zeit daran erinnert, den dauerhaften YouTube-Konsum auch mal zu pausieren. Ausgewählt werden können hier Zeitspannen zwischen 15 und 180 Minuten.
  • YouTube Charts wurde überarbeitet und steht nun in 44 Ländern weltweit bereit. Auf der speziellen Unterseite kann für jedes verfügbare Land eingesehen werden, welche Musikvideos gerade trenden und am häufigsten abgerufen werden.
  • Für mehr als eine halbe Milliarde Videos zeigt YouTube ab sofort in der Beschreibung an, welche Musik darin zu hören ist. Genannt werden hier nicht nur der Musiktitel und der Künstler, sondern auch die Komponisten und die dazugehörigen Lizenzinhaber.
  • Die neuen YouTube-Metriken Impressions,Click-Through-Rate und Unique Viewers stehen seit Kurzem für alle YouTube-Kanäle bereit und können in der YouTube Studio Beta eingesehen werden.

Ebenfalls spannend sind die Funktionen, welche erst einmal nur in einer kleinen Gruppe getestet werden. Folgende Features müssen sich erst einmal beweisen, könnten dann aber auch bald für alle erscheinen:

  • In den USA testete YouTube diesen Monat ein neues Feature innerhalb des Trending-Tabs. Wurden dort mit Creator on the Rise bislang stets kleinere Kanäle vorgestellt, gab es nun auch eine solche Funktion für Kanäle mit mehr als 1 Million Abonnenten. Das Experiment wurde allerdings kürzlich beendet und scheint somit nicht den gewünschten Effekt erzielt zu haben.
  • Ebenfalls in der Testphase befindet sich seit einigen Wochen eine abgespeckte Variante des Content ID-Rechtemanagements für alle YouTube-Kanäle. Die Funktion soll es YouTubern zukünftig erlauben, geklaute und wiederholt hochgeladene Inhalte schneller zu finden, bei YouTube zu melden oder selbst den Kanalbetreiber zu kontaktieren.

Tipps & Tricks: Keyword-Recherche mit Google Trends

Bekanntlich haben die Keywords eines YouTube-Videos großen Einfluss darauf, wie hoch dieses in den Suchergebnissen angezeigt und wie häufig es vom YouTube-Algorithmus empfohlen wird. Lieber zu viel als zu wenig Zeit sollte man daher dafür verwenden, die richtigen Schlagworte auszuwählen.

Dabei ist die richtige Auswahl an Keywords schnell gefunden, wenn man hierfür auf eine Kombination aus der Chrome-Erweiterung VidIQ und dem von Google bereitgestellten Tool Google Trends setzt. Während VidIQ zu bereits eingegebenen Schlagworten eine Einschätzung der Suchfrequenz und Konkurrenzsituation liefert, können die Google Trends zur ausführlicheren Recherche genutzt werden. Welche Themen sind bei YouTube gerade besonders beliebt und welche Wortkombinationen geben die Nutzer in die YouTube-Suche ein – all das verrät das Google-Tool.

Um bei den Google Trends lediglich die Ergebnisse für die YouTube-Suche angezeigt zu bekommen, muss diese Einstellung erst einmal in den Suchoptionen ausgewählt werden. Danach kann man einfach potentielle Schlagworte eingeben, deren Beliebtheit im Zeitverlauf erkunden und sie mit anderen vergleichen. Praktisch ist vor allem der Block zu den ähnlichen Suchanfragen, die dann ebenfalls ins Set der eigenen Keywords aufgenommen werden können. Dieses sollte sich schließlich an den Suchbegriffen der Nutzer orientieren, dennoch aber bestmöglich den Videoinhalt beschreiben.

Die Verwendung der Google Trends zum Zweck der Keyword-Recherche für eigene YouTube-Videos ist absolut kostenlos und unserer Meinung nach definitiv empfehlenswert. Über diesen Link gelangt man direkt zur vorkonfigurierten Suchmaske mit der Beschränkung auf die YouTube-Suche.

Influencer-Kampagne des Monats

Zum Start des neuesten Teils der God of War-Reihe für die PlayStation 4 setzte Sony Mitte April auf eine groß angelegte Influencer-Kampagne mit einem starken Konzept. Aufgebaut um den bekannten Gaming-Redakteur Fabian Siegismund und dessen YouTube-Kanal Battle Bros wurden gleich vier zusammenhängende Videos produziert. Thema der Reihe: Siegismund verwandelt sich in Kratos, den Hauptcharakter des Action-Adventures, und muss dafür seine Optik verändern sowie trainieren und essen wie damals.

Im Video auf seinem eigenen Kanal ist Siegismund zwar erst einmal alleine zu sehen, erklärt das Konzept und setzt mit der Rasur zur Glatze den Startschuss für das Projekt, allerdings teasert er mit Ausschnitten bereits die weiteren Videos auf den anderen Kanälen an. Auf diese Weise schafft er innerhalb seiner Community eine Begeisterung für das gesamte Projekt, was auch den anderen Videos gute Aufrufzahlen garantiert.

Allerdings haben die anderen Videos auf den Kanälen weiterer bekannter Influencer nicht nur das Ziel, Siegismunds Gaming-Community möglichst lange mit God of War-Content zu begeistern. Zusätzlich erreicht Sony über diese Videos nämlich auch Personen, die nicht direkt der Gaming-Zielgruppe angehören und bringt diese auf kreative Weise erstmals in Kontakt mit der God of War-Reihe. So setzt Alycia Marie auf ihrem Kanal das Kratos-Makeup um, Johannes Luckas baut mit Siegismund beim Krafttraining die nötige Portion Muskeln auf und Malwanne kocht mit ihm zusammen auf altertümliche Art und Weise – passend zum Setting des Spiels.

Mitnehmen kann man von Sonys God of War-Kampagne vor allem den Aufbau in Form eines gesamten Video-Projekts. Auf diese Weise schaffte man es neben der relevanten Zielgruppe auch Personen zu erreichen, die üblicherweise keinen Gaming-Content konsumieren und normalerweise schwierig für solche Themen zu begeistern sind. Durch die Anpassung der weiteren Videos an die Themen der anderen YouTube-Kanäle verzeichneten alle gute Aufrufzahlen und kamen trotz der dahinterliegenden Gaming-Thematik positiv bei der jeweiligen Community an.

Veranstaltungstipps im Juni

Kein Monat ohne wichtige Events! Eigentlich hätten wir neben der VidCon 2018 hier auch die Videodays 2018 in Berlin genannt, doch leider wurde das Event ziemlich kurzfristig abgesagt. Sowohl in Köln als auch Berlin wird die gerade unter Fans beliebte Veranstaltung dieses Jahr aufgrund schwacher Ticketverkäufe nicht stattfinden.

VidCon 2018

Nach der VidCon EU im März findet vom 20. bis 23. Juni nun die VidCon US im kalifornischen Anaheim statt. Auf der großen YouTube-Konferenz kommen sowohl Fans, Creator als auch Marketing-Verantwortliche auf ihre Kosten, denn allen drei Zielgruppen stehen vier Tage voller interessanter Vorträge bevor. So können YouTuber beispielsweise etwas über den Medienkonsum ihrer Zuschauer oder die Kanaloptimierung lernen, während Unternehmen direkten Zugang zu Creatorn sowie Informationen zur optimalen Influencer-Kooperation erhalten.

Ist eine Reise nach Anaheim so kurzfristig nicht mehr möglich, lohnt sich immerhin noch ein Blick in den Livestream, welcher täglich die Events des Community Tracks abdecken wird. Diese sind zwar vor allem für Fans interessant, dennoch dürfte man die ein oder andere interessante Information aufschnappen können. Abgesehen davon werden die wichtigsten Neuigkeiten der VidCon vermutlich auch in Form von Medienberichte für alle veröffentlicht werden.

Hier gibt es noch viele weitere Informationen zur VidCon US 2018 in Anaheim. Tickets sind für Creator zum Preis von 200 US-Dollar erhältlich, Unternehmensvertreter zahlen 750 US-Dollar.

Das könnte dir auch gefallen Mehr vom Autor

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.