YouTube News im Juli: Neue Monetarisierungsoptionen für YouTuber

Schon wieder ist ein Monat vorbei und wieder einmal hat sich in der Zwischenzeit viel bei YouTube getan. In der heutigen Ausgabe unserer YouTube-News informieren wir euch über alle wichtigen Neuerungen des Monats Juli und stellen euch eine davon sogar mit verschiedenen Tipps & Tricks vor.

YouTube-Neuerungen im Überblick

Nach einem ereignisreichen Juni erschienen auch im Juli kaum weniger neue Funktionen. Eigentlich kein Wunder, schließlich fand Mitte des Monats die Vidcon in Anaheim statt. In deren Rahmen kündigte YouTube gleich einige Neuerungen an:

  • Die für Livestreams und Premieren verfügbare Funktion Super Chat wird um die Super Sticker erweitert. Zuschauer können Geld dafür zahlen, dass animierte Sticker prominent im Chat angezeigt werden, um die Aufmerksamkeit ihres Idols auf sich zu ziehen.
  • Als YouTuber könnt ihr nun bis zu 5 verschiedene Preisstufen für eure Kanalmitgliedschaft einrichten. Erste Vorteile lassen sich dadurch bereits ab einem Beitrag von 0,99 Euro pro Monat gewähren. Durch das Anbieten mehrerer Level konnten manche YouTuber ihre Einnahme über die Funktion um den Faktor 6 steigern!

Updates für die YouTube Studio Beta

Einige Neuerungen betrafen natürlich auch im Juli wieder die YouTube Studio Beta, welche gegen Ende des Jahres das bisherige Creator Studio Classic ablösen soll. Dabei befindet man sich auf einem guten Weg:

  • Denn die Umstellung auf die YouTube Studio Beta wieder weiter vorangetrieben. Im Laufe der kommenden Wochen soll die Möglichkeit, die Standardansicht auf das Creator Studio Classic zu wechseln, wegfallen. Alle YouTube-Nutzer werden daraufhin erst einmal standardmäßig in der neuen Oberfläche landen und müssen dann manuell zurückwechseln. Das mag der ein oder andere zwar als nervig empfinden, dennoch sollte man sich auf jeden Fall schon jetzt mit der Studio Beta befassen.
  • Am Desktop begrüßt einen schon seit Längerem der Snapshot Report auf dem Dashboard der YouTube Studio Beta. Nun kann die Karte, welche die Performance der letzten Videos übersichtlich zusammenfasst, endlich auch mobil in der YouTube Studio App eingesehen werden.

Weitere Neuerungen

Zusätzlich wurden im Juli auch noch einige weitere Neuerungen veröffentlicht, die wir euch natürlich nicht vorenthalten möchten. Einige davon dürften auch für reguläre YouTube-Nutzer interessieren:

  • Als YouTuber könnt ihr endlich wieder mobile Livestreams aus der YouTube-App heraus starten. Seit dem Ende der YouTube Gaming-App wurde ein solches Feature schmerzlichst vermisst.
  • Fotos in Beiträgen im Community-Post werden ab sofort in der Vorschau im 1:1-Format dargestellt. Zukünftig soll es möglich sein, den zu sehenden Ausschnitt selbst zu wählen. Bis es so weit ist, wird YouTube den abgebildeten Teil des Bildes hingegen automatisch bestimmen.
  • Besitzt ihr ein YouTube Premium-Abonnement und ein iPhone, könnt ihr Videos ab sofort in einer höheren Auflösung (1080p / FullHD) herunterladen! Schon bald dürfte diese Option auch für Android ausgerollt werden.
  • YouTube-Nutzer bekommen am Desktop ab sofort nicht mehr angezeigt, an welchen Stellen im Video sie Mid-Roll-Ads erwarten und ob solche überhaupt eingebunden wurden. Das ist zwar nervig für die Zuschauer, als YouTuber dürfte sich das hingegen positiv auf eure Watchtime auswirken, da weniger das Video bereits zu Beginn aufgrund der Werbung abbrechen. Mobil sollen die gelben Kennzeichnungen allerdings erst einmal erhalten bleiben.

Experimente und zukünftige Features

Zu guter Letzt gab es von YouTube auch im Juli wieder einen Ausblick darauf, welche Neuerungen uns bevorstehen. Einige davon wurden sogar schon als Experimente für eine begrenzte Nutzergruppe ausgerollt:

  • Seit Anfang des Jahres begleitet uns schon die Self Certification, mit der man die Bewertung der Werbefreundlichkeit verbessern möchte. Sie ist seit Juli im Rahmen eines Tests für 10.000 weitere Creator verfügbar.
  • YouTuber, die mehrheitlich bildende Videos veröffentlichen, können die neuen Learning Playlists ausprobieren. Damit lassen sich Kurse in mehrere Kapitel unterteilen. Zuschauer werden zudem nicht abgelenkt, da bei den Learning Playlists für den bestmöglichen Lernerfolg die ansonsten üblichen Videoempfehlungen ausgeblendet bleiben.
  • Weiterhin arbeitet man bei YouTube daran, die Smart Headlines auszubauen. Die Textelemente, welche in den Analytics der YouTube Studio Beta die Kanalperformance erklären, sollen bald auch die Entwicklung der Einnahmen des eigenen Kanals verständlich machen. Außerdem werden auch in der Channel-Übersicht erweiterte Erklärungen getestet.
  • Bei YouTube ist man sich bewusst, dass das Community Management für größere YouTuber derzeit einen riesigen Aufwand darstellt. Daher arbeitet man derzeit an neuen Filtern, mit denen sich die angezeigten Kommentare in der YouTube Studio Beta einschränken lassen. Mögliche Optionen wären hier beispielsweise, dass ihr euch nur Kommentare von Abonnenten, großen YouTube-Kanälen oder mit enthaltenen Fragen anzeigen lasst, damit ihr diese dann zuerst bearbeiten könnt. Noch dieses Jahr soll die praktische Funktion veröffentlicht werden.

Tipps & Tricks: Mit Manual Claims auf Videos umgehen

Content-ID-Ansprüche gehören für YouTuber zum Alltag. Vielen von ihnen passiert es hin und wieder, dass sie die Urheberrechte anderer verletzen und dafür mit einem Anspruch abgestraft werden. Meist werden diese automatisch durch das Content ID-System von YouTube ausgesprochen, gelegentlich handelt es sich aber auch um Manual Claims. Diese brachten lange Zeit noch deutlich mehr Probleme bei der Bearbeitung mit sich.

Denn erst seit Kurzem ist es für Rechteinhaber mit Zugriff auf das Manual Claiming verpflichtend, einen Zeitstempel des Videoausschnitts, in dem die Urheberrechtsverletzung vorgefunden werden kann, anzugeben. Ihr als YouTuber müsst dadurch endlich nicht mehr das gesamte Video durchsuchen, sondern könnt auf einen Blick identifizieren, ob es sich um einen berechtigten oder unberechtigten Anspruch handelt.

Je nachdem könnt ihr dann mit dem Anspruch umgehen. Kürzlich wurden die möglichen Reaktionen auf einen Manual Claim glücklicherweise ausgebaut. Nun entsprechen sie jenen, die ihr bereits von Content-ID-Ansprüchen kennt:

  • Handelt es sich eurer Meinung nach um einen unberechtigten Claim, könnt ihr diesen anfechten. Schildert in eurer Gegendarstellung möglichst genau eure Sichtweise. Der Anspruchsgegner kann basierend darauf dann erneut entscheiden, ob er den Anspruch weiterverfolgen möchte.
  • Seht ihr euer Vergehen ein, es handelte sich also um einen berechtigten Claim, habt ihr folgende Optionen:
    • Gehen die Konsequenzen des Anspruchs für euch in Ordnung, könnt ihr einfach nichts tun.
    • In manchen Fällen steht es euch offen, die Monetarisierung für das Video zu aktivieren und die Einnahmen mit dem Anspruchsgegner zu teilen. In diesem Fall müsst ihr das Video nicht mehr überarbeiten.
    • Beschränkt sich der Anspruch auf die in eurem Video enthaltene Musik, könnt ihr an der entsprechenden Stelle entweder den Ton oder gar nur die Musik stumm schalten. Alternativ ist es auch möglich, sie gegen einen Song aus der YouTube Audio Library auszutauschen.
    • Sollte all das nicht möglich sein, besteht auch die Option, die entsprechende Stelle einfach aus dem Video auszuschneiden. Das ist allerdings nur empfehlenswert, falls das Video dadurch keine qualitativen Einbußen erleidet.
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