YouTube Premium & Channel-Memberships in Deutschland – Tubesights Round Up: YouTube- und Influencer-Marketing-News (Juni 2018)

Im heutigen Tubesights Round Up gibt es auch diesmal wieder alle wichtigen Neuigkeiten aus den Bereichen YouTube und Influencer-Marketing zum Nachlesen. Nehmt euch einige Minuten Zeit und wir bringen euch auf den aktuellen Stand! Diesmal mit YouTube Music und YouTube Premium, neue Channel-Memberships und YouTube Premiers.

YouTube: Neue Features wie YouTube Music, YouTube Premiers & Channel-Memberships

  • Mit YouTube Music und YouTube Premium wurden die bereits aus den USA bekannten Abo-Dienste endlich auch in Deutschland veröffentlicht. Neben einer Musikstreaming-Flatrate (YouTube Music) gibt es zum Preis von 11,99 Euro im Monat unter anderem die Möglichkeit, Videos für den Offline-Konsum herunterzuladen, und einen werbefreien Zugang bei YouTube.
  • Die letzten Monate als Test gestarteten Channel-Memberships sind ab sofort für viele weitere Kanäle mit über 100.000 Abonnenten verfügbar. Zum Preis von 4,99 Euro pro Monat können Zuschauer ihren Lieblings-YouTuber unterstützen und auf diese Weise unter anderem Zugriff auf exklusiven Content erhalten. YouTuber können hier prüfen, ob sie das Unterstützer-Upgrade für ihren Kanal bereits freischalten können.
  • Ebenfalls neu ist das neue Feature YouTube Premiers, bei dem es sich um geplante Livestreams handelt, in denen vorab aufgezeichnete Videos ausgestrahlt werden. Vor und während des Release kann sich die Community im Live Chat zum Video austauschen, was für Creator die Möglichkeit eröffnet, weiteres Geld über die Super Chat-Funktion einzunehmen. Erst einmal gibt es YouTube Premiers nur für wenige Kanäle, nach und nach sollen aber viele weitere Zugriff darauf erhalten.
  • In den USA können viele YouTuber mit mehr als 10.000 Abonnenten nun die neue Merchandise-Plattform verwenden. Über diese lassen sich 20 Merchandise-Artikel mit eigenen Logos anpassen und daraufhin an die eigenen Fans verkaufen. Wann die Funktion nach Deutschland kommen wird, ist zur Zeit noch nicht bekannt.
  • Für Livestreams wurden diesen Monat auch die Live Captions ausgerollt. Die automatisch generierten Untertitel gibt es erst einmal nur in englischer Sprache und für YouTuber, die zahlreiche Kriterien erfüllen. Unter anderem muss der Kanal über 10.000 Abonnenten besitzen und bei normaler Latenz streamen.
  • Der unter Android verfügbare Picture-in-Picture-Modus konnte bislang nur mit einem aktiven YouTube Premium-Abonnement verwendet werden. In den USA wird die Funktion nun allerdings auch für „normale“ YouTube-Nutzer freigeschaltet, was auf eine baldige kostenfreie Verfügbarkeit in Deutschland hoffen lässt.
  • Seit wenigen Tagen testet YouTube nun bereits automatisch generierte Thumbnails, die bei 0,3 Prozent der Nutzer anstelle der vom YouTuber eingestellten angezeigt werden. Angeblich möchte man hierdurch nur erstes Feedback erlangen und plant nicht unbedingt eine komplette Umstellung in der Zukunft.
  • Zu guter Letzt startete YouTube im Juni auch noch einen Test für eine nicht-chronologische Abo-Box. Sollte diese irgendwann final ausgerollt werden, würde das den Einfluss des YouTube-Algorithmus noch einmal deutlich verstärken. Ob es jemals dazu kommen wird, kann momentan aber nur schwer abgeschätzt werden.

Tipps & Tricks: Neue KPIs in der YouTube Studio Beta

Seit mehreren Monaten ist es YouTubern bereits möglich, vom bislang bekannten Creator Studio auf die YouTube Studio Beta umzusteigen. Die neue Oberfläche soll die Betreiber eines YouTube-Kanals noch besser bei dessen Verwaltung unterstützen und bringt zudem auch noch einige neue Features mit. Beispielsweise sind drei neue KPIs an Bord, die bei der Kanalanalyse helfen können.

Die Impressionen verraten einem YouTuber noch mehr zur eigenen Reichweite und besagen, wie häufig die Thumbnails der eigenen Videos auf YouTube ausgespielt wurden. So kann beispielsweise abgeschätzt werden, wie gut einzelne Videos vom YouTube-Algorithmus ausgespielt wurden. In Kombination dazu ist auch die Klickrate interessant, welche verrät, wie häufig die Zuschauer letztendlich das eigene Video angeklickt haben. Ist sie bei bestimmten Videos sehr niedrig, spricht das für einen schlechten Ersteindruck, der durch ein besseres Thumbnail oder einen interessanteren Titel verbessert werden kann.

Zu guter Letzt werden endlich auch die Unique Viewer in der YouTube Studio Beta angezeigt. Dieser Wert ermöglicht es, die reale Reichweite eines Kanals besser zu bestimmen, und könnte bei Kooperationen zukünftig neben den Views an Bedeutung zulegen.

Um die neuen KPIs einsehen zu können, wird wie bereits erwähnt die YouTube Studio Beta vorausgesetzt. Diese lässt im Vergleich mit dem Creator Studio zwar noch einige Features vermissen, ist für manch einen zum aktuellen Zeitpunkt allerdings dennoch bereits die bessere Wahl. Weitere Informationen zu den KPIs gibt es hier im ausführlichen Artikel dazu.

Influencer-Kampagne des Monats

Zusammen mit Sky hat der bekannte deutsche YouTuber LeFloid diesen Monat einen beeindruckenden Kurzfilm umgesetzt, um das Angebot von Sky Ticket zu bewerben. Beim 11-minütigen Video orientierte man sich am Setting und der Story der Serie Westworld, deren zweiten Staffel seit Kurzem exklusiv von Sky Ticket-Abonnenten angesehen werden kann. Mit einer Bewertung von 8,9/10 Punkten bei IMDb zählt die Serie zu den Highlights im Angebot des Streaming-Anbieters.

Im Vergleich mit vielen anderen Produktplatzierungen sticht LeFloids Video durch die hochwertige Qualität und Produktion eindeutig aus der Masse heraus. Wie auch den Kommentaren entnommen werden kann, sind die Zuschauer froh, dass durch die Kooperation der Kurzfilm ermöglicht wurde. Abgesehen von einer Anspielung auf die Serie Westworld enthält der Kurzfilm an sich zudem keine werblichen Elemente. Erst am Ende des Videos kommt LeFloid auf die Kooperation mit Sky Ticket zu sprechen, was für eine hohe Akzeptanz bei der eigenen Community sorgt.

Sicherlich war die Kooperation für Sky aufgrund der geschätzt hohen Produktionskosten des Kurzfilms nicht gerade günstig, dafür trifft die eigene Werbebotschaft am Ende auf eine positive Stimmung der Zuschaer und dürfte daher besonders gut ankommen. Häufig kann es sich für Unternehmen also lohnen, ein größeres Budget für die Produktion einzuplanen, damit auch die Community des YouTubers etwas von einer Kooperation hat.

Veranstaltungstipps im Juli

Da der Juli für viele die klassische Urlaubszeit darstellt, sind Events im Marketing- und YouTube-Bereich in diesem Monat rar gesät. Dennoch können wir immerhin eine Veranstaltung empfehlen – die Horizont Digital Marketing Days.

Horizont Digital Marketing Days

 

In wenigen Tagen finden bereits die Horizont Digital Marketing Days 2018 in Berlin statt. Am 3. und 4. Juli sprechen zahlreiche bekannte Speaker über das Digital-Marketing-Business und beschäftigen sich dabei mit vier großen Themeblöcken. Die Top-Themen lauten diesmal:

  • KÜNSTLICHE INTELLIGENZ: Mensch und Maschine im Marketing
  • VIRTUAL & AUGMENTED REALITY: Neue Technologien effektiv eingesetzt
  • INFLUENCER MARKETING: Eine Disziplin auf dem Weg zur Professionalisierung
  • DSGVO UND EPRIVACY: Was Sie jetzt wissen müssen, um rechtssicher zu agieren

Abseits des zweitägigen Kongresses ermöglicht die Networking Area zudem den Austausch mit den anderen Teilnehmern und in der Startup-Area stellen sich Jungunternehmen vor. Am ersten Tag findet zudem ein Get-together auf der Dachterrasse des nhow Hotels statt, bei dem das Networking in einer nochmals angenehmeren Atmosphäre gelingt.

Tickets für die Horizont Digital Marketing Days 2018 sind für Nicht-Startups zu Preisen ab 899 zzgl. MwSt. erhältlich. Hier gibt es außerdem noch einmal das ausführliche Programm und nähere Details zu den teilnehmenden Speakern.

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