Der YouTube Algorithmus: Fluch und Segen zugleich

Der YouTube-Guru und Algorithmusexperte Matt Gielen versucht, wie wir alle, den YouTube Algorithmus zu verstehen, um noch bessere und erfolgreichere Videos zu produzieren. Dabei kamen interessante Ergebnisse zustande, die wir euch in kompakter Form aufbereitet haben. Die Inhalte basieren auf Matt Gielens sehr empfehlenswerten Artikeln zum Algorithmus auf YouTube.

Die Artikel von Matt Gielen

  1. Reverse Engineering The YouTube Algorithm Part 1
  2. Reverse Engineering The YouTube Algorithm Part 2

UPDATE

Matt Gielens neuster Artikel: Cracking YouTube in 2017 

Der Algorithmus in Videoform Schritt für Schritt erklärt: Kwink erklärt für jeden verständlich, wie der Algorithmus funktioniert!

YouTube Algorithmus
YouTube Algorithmus

Die wichtigsten Punkte kurz und kompakt:

  • das neue Minimum für eine gute Kanalbewertung sind 2-3 Video-Uploads pro Woche (generell gilt: Mehr Videos = Mehr Views)
  • eine durchschnittliche Sehdauer von 5-8 Minuten für ein Video ist das Optimum
  • wenn die Views in den ersten 7 Tagen sehr stark sind, promotet der Algorithmus das Video auch noch bis zu einem Monat verstärkt
  • Mythos zerstört: Es gibt keine nachweisbare Relation zwischen Titellänge, Beschreibungslänge oder Anzahl der Tags und den Views. Was bei den Metadaten einzig zählt ist die RELEVANZ (Also: Richtige Titel, Tags und Beschreibung = Inhalt über Form)
  • Das alles heißt, es ist und bleibt nichts so wichtig wie Thumbnails, Titel und Thema eines Videos, um eine gute Klickrate zu kreieren, die (bei gutem Inhalt) das Video im Algorithmus begünstigt
  • Außerdem scheinen Playlists wieder wichtiger zu werden – man sollte unbedingt seinen Kanal sinnvoll sortieren und JEDES Video irgendwo einordnen

Start einer Videoreihe über den Algorithmus: Als Brand den YouTube Algorithmus knacken!

  • Wir erklären in 4 Videos Schritt für Schritt, wie der Algorithmus funktioniert
  1. Den Anfang macht die optimale Channelpflege, um dem Algorithmus in die Hände zu spielen. Unser Head of Content Kwink erklärt in diesem Video welche einfachen Kniffe Sie für einen spürbaren Erfolg Ihres YouTube-Kanals anwenden können.
  2. In Teil 2 unserer Serie bringt Ihnen Kwink das große Algoversum näher, zeigt wie sich genau die Watchtime definiert und warum Abonnenten auf YouTube ein falsches Versprechen sind.
  3. Kwink zeigt Ihnen in Teil 3 unserer Reihe was der YouTube Algorithmus und seine Tücken für Ihren Kanal und Ihre Influencer Kampagnen bedeuten und wie Sie optimal vorgehen, um dem Algorithmus entgegenzukommen.
  4. Im letzten Teil unserer Serie erklärt Ihnen Kwink vor allem was die Watchtime in Kombination mit Ihrem YouTube Channel ausmacht und wie Sie Ihren Kanal der Watchtime entsprechend aufbauen und Videos planen.

Die Zusammenfassung der YouTube Algorithmus Artikel 1 und 2 von Matt Gielen

Watch Time über allem

  • Egal wie oft sich der Algorithmus täglich verändert, er zielt immer auf die Watch Time ab
  • Die Watch Time setzt sich zusammen aus:
  • Views: zeigt, wie häufig dein Video angesehen wird
  • View Duration: bedeutet, wie lange ein Zuschauer ein spezifisches Video schaut
  • Upload Frequency: bedeutet wie oft du ein Video auf YouTube hochlädst
  • Session Starts: zeigt wie viele Zuschauer mit deinem Video ihren YouTube-Besuch starten
  • Session Duration: bedeutet, wie lange deine Zuschauer auf YouTube bleiben, sowohl während deines Videos als auch danach
  • Session Ends: bedeutet, wie oft Zuschauer ihre YouTube-Sitzung mit oder nach einem deiner Videos beenden
  • Schauen in den ersten 72 Stunden über 50% deiner Abonnenten dein neues Video hat das einen sehr positiven Einfluss auf das Video innerhalb des Algorithmus
  • YouTube scheint somit Channels zu belohnen, die ihre Kernzuschauerschaft, also ihre Abonnenten, ansprechen und bestraft diejenigen, die es nicht tun
  • Die View Duration bestimmt wie lange ein Zuschauer ein bestimmtes Video anschaut. Längere Videos (10 Minuten und mehr) haben in der Regel eine bessere View Duration und die Performance der Zuschauer steigt
  • Algorithmusfördernd: Lieber ein längeres als mehrere kurze Videos hochladen

Der Algorithmus im Detail

  • Merke: Der YouTube Algorithmus bewirbt Channels, keine individuellen Videos, benutzt aber individuelle Videos, um Channels zu bewerten!
  • Der Algorithmus setzt sich zusammen aus:

    Grafik: Eigene Darstellung
  • Der Algorithmus schaut nicht auf deine Videos, sondern auf die, die geschaut werden
  • Er ist so programmiert, nur Videos zu bewerben, die den User länger an YouTube binden
      • Candidate Generation: Bedeutet, dass die YouTube-Aktivität des Users genutzt wird. Da hinein fällt auch, was ähnliche User geschaut haben. Um durch diesen Filter zu gelangen, muss das Video relevant sein (d.h. es muss zu den bereits geschauten Videos passen)
      • Ranking: Der Algorithmus nutzt viele Informationen, um Videos zu „ranken“ (d.h. zu beurteilen und in eine Liste von „für den User geeignet“ zu „ungeeignet“ einzusortieren). Nur Videos mit höchsten Rankings werden Usern vorgeschlagen. Die Watch Time ist einer von hunderten Punkten, die der Algorithmus einbezieht. Auch neue Uploads werden bevorzugt miteinberechnet. Die Click Through Rate (Klickrate) wird ebenfalls einbezogen, dafür sind Thumbnails sehr wichtig
      • Um dem Algorithmus zuzuspielen ist die Spezialisierung auf einen bestimmten Content entscheidend. Das Herumexperimentieren mit Content und Videos ist nicht eben förderlich
      • Algorithmusfördernd: Sich eine spezielle Nische suchen, für die man Content produziert Die Videos müssen zwei Filter überstehen, um beworben zu werden
  • Fakt ist, niemand weiß genau wie der YouTube Algorithmus im Einzelnen funktioniert und aufgebaut ist, selbst YouTube-Mitarbeiter sind da häufig überfragt. Er verändert sich dafür auch zu oft, um jemals exakt sagen zu können, welche Daten von Videos er als relevant einstuft. Die Beobachtungen, die Gielen gemacht hat und uns als Tipps weitergibt, sind Anhaltspunkte, denen man besondere Gewichtung beim Optimieren des eigenen YouTube Channels schenken sollte. Die Watch Time ist letztendlich die Währung auf YouTube, die zählt und die man im Blick behalten sollte, wenn es um den wirtschaftlichen Faktor geht. In erster Linie sollte man aber hinter dem eigenen Content stehen und nicht nur auf Themen aufspringen, die einen gar nicht interessieren, aber viel geklickt werden. YouTube hat auch viel mit Glaubwürdigkeit zu tun und die verliert ein Content-Macher schnell, wenn die Zuschauer merken, dass er seine Videos nicht mit Leidenschaft produziert.

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