Erfolgreich auf YouTube – Checkliste Kanalaufbau

Wie baue ich einen erfolgreichen YouTube Kanal auf? Ein gut eingerichteter Kanal ist der Anfang einer perfekten Basis für Videocontent. Wir möchten in diesem Artikel, in Form einer Checkliste, Empfehlungen für eine optimale Kanaleinrichtung aussprechen, die wir bei unserer täglichen Arbeit mit YouTube-Kanälen beobachtet haben.

1. Personal Channel oder Brand Channel?

  • Personal Channel: Die meisten legen als Erstes einen persönlichen Channel an, weil Google einen dort hinleitet. Dieser ist direkt mit einem bestimmten Google-Konto verknüpft und lässt sich nur darüber kontrollieren. Das ist die beste Lösung für alle, die nicht vorhaben, YouTube professionell oder gewinnbringend zu betreiben.
  • Brand Channel: Einen Brand Channel kann man immer nur als nachgelagerten Schritt über die Einstellungen im bestehenden Kanal anlegen (über die Option „Weiteren Kanal erstellen“). Der große Vorteil: Man kann weitere Personen zur Verwaltung des Kanals einladen und das sehr gezielt managen. Wer vorhat, mit seinem Kanal größer zu werden oder mit mehreren daran zu arbeiten, der kann hier Teams erstellen oder Analysten in den Kanal einladen. Man kann auch Personal Channels in Brand Channels umwandeln, eine Anleitung dafür findet sich auf den Google-Hilfeseiten. Umgekehrt funktioniert das leider nicht.

2. Mit YouTube Geld verdienen oder nicht?

  • Influencer: Für angehende Influencer, die YouTube als Vollzeitjob betreiben möchten und damit ihren Lebensunterhalt finanzieren müssen, steht außer Frage, ob sie ihren Kanal monetarisieren möchten. Durch die Einstellung der Monetarisierung werden Werbevideos vor und innerhalb von Videos gezeigt und die YouTuber von den Einnahmen durch diese beteiligt. Also eine absolute Empfehlung den Kanal zu monetarisieren. Vorsicht ist aber seit den neuen Werberichtlinien geboten. Das Monetarisieren der Videos wird durch diese deutlich erschwert und wird ganz streng nach jeweiligem Content angewendet.
  • Unternehmen: Bei Unternehmen sieht das etwas anders aus. Oft geht es mehr um eine Steigerung der Markenbekanntheit oder um Aufmerksamkeit für ein Thema oder Produkt und nicht um den finanziellen Erfolg auf YouTube. Als Firma kann man sich deswegen überlegen, ob es sinnvoll ist, die Zuschauer des Kanals mit Werbung vor den Videos zu konfrontieren oder ob man den Kanal auch als kleines finanzielles Standbein nutzt. Unternehmen, die monetarisieren, laufen auch Gefahr, dass Konkurrenzprodukte vor ihren Videos angepriesen werden. Zwar kann man Einstellungen vornehmen, die ähnliche Produkte wie die eigenen ausschließen, aber dies kann man nur sehr oberflächlich und nicht im Speziellen einstellen. Ob eine Monetarisierung sinnvoll ist, bleibt letztendlich jedem Unternehmen selbst überlassen.

    So sieht der Monetarisierungsmodus bei einem einzelnen Video aus. Wer nicht monetarisiert, kann diese Einstellungen natürlich nicht vornehmen.

3. Kanalinfo ausfüllen

  • Um den Verantwortlichen des Kanals deutlich zu machen, ist es ratsam die Kanalinfo gewissenhaft auszufüllen. Neben der Beschreibung der Inhalte, die den Zuschauer auf dem Kanal erwarten, ist man rechtlich verpflichtet die Urheberrechte des Videomaterials zu nennen, die Adresse, an die man sich wenden kann, wenn es Fragen gibt und eine Mailadresse für Anfragen wie Kooperationen oder ähnlichem.

4. Kanalbanner gestalten

  • Das Kanalbanner ist das Erste, was man bei dem Aufruf des Kanals zu sehen bekommt. Ein zum Kanal passend designtes Banner mit wichtigen Infos, wie zum Beispiel den Uploadtagen darauf, lässt den Zuschauer gleich wissen, was ihn erwartet. Besonders wichtig ist bei der Gestaltung darauf zu achten, dass der Kanalbanner in der mobilen Ansicht erkennbar ist und nichts wichtiges abgeschnitten wird.

    Beispiel Kanalbanner von dem Aufklärungs-Channel Bedside Stories

5. Kanaltags formulieren

  • Die Kanaltags werden oft unterschätzt, weil sie so versteckt sind. Aber mit passenden Schlagworten, die den eigenen Kanal definieren und beschreiben, kann dieser besser in der YouTube Suche gefunden werden. Die Kanaltags haben technisch ein anderes Format als die Videotags. Um mehrere Worte in einen gemeinsamen Tag zu packen, muss man sie gemeinsam in Gänsefüßchen setzen. Ansonsten reicht ein Leerzeichen, um zwei Tags voneinander zu trennen.
  • Tipp: Die Kanaltags werden in einer Zeile angezeigt. Das bedeutet, dass man auf den ersten Blick nicht sieht, wie viele Tags sich hinter den, auf dem Bildschirm maximal angezeigten, Tags noch befinden. Packt eure Tags vorher einfach in ein Word Dokument, so habt ihr den Überblick, könnt sie vorschreiben und dann ganz simpel einfügen.                                                                    

 

6. Andere Webseiten und Social Media Plattformen verlinken

  • Rechts unten auf dem Kanalbanner besteht die Möglichkeit eigene Webseiten und Social Media Profile zu verlinken. Das ist super ratsam, um die Fans auch auf die anderen sozialen Plattformen aufmerksam zu machen und über diese eventuell auf neue Videouploads zu verweisen. Viele Kanäle werden auch erst dann als „offiziell“ wahrgenommen, wenn die anderen Social Media-Auftritte der Person oder des Unternehmens darin verlinkt sind.                                                                         

7. Andere Kanäle verlinken

  • Rechts an der Seite des Kanals, dort wo YouTube einem neue Videos vorschlägt, können auf dem Kanalprofil vor allem themenverwandte oder eigene Lieblings- Kanäle verlinkt werden. Das dient zum Austausch unter den Kanälen, schafft Sympathie unter den Creatorn sowie Marken und ist für die Zuschauer klasse, da sie direkt sehen, auf welchen Kanälen ihr Interessensthema noch vertreten ist. Vor allem vermeidet man, dass ungewollte Konkurrenzkanäle wegen der ähnlichen Thematik als vom Algorithmus „empfohlener Kanal“ ganz oben auf der eigenen Seite angezeigt werden.                                 

 

8. Trailervideo für die Startseite produzieren

  • Für Zuschauer, die den Kanal noch gar nicht kennen, ist ein kurzes Trailervideo sehr zu empfehlen. Kurz und kompakt, 30 Sekunden sind eine gute Zeit, kann man in einem Zusammenschnitt zeigen, was den Zuschauer auf dem Kanal erwartet. Das Video sollte im Idealfall auch ohne Ton funktionieren, denn viele schauen sich Videos über ihr Smartphone und lautlos an.
    Beispiel für einen möglichen Trailer, der grob zeigt, was den Zuschauer auf dem Kanal erwartet.

     

  • Die ersten Schritte hin zum Erfolg auf YouTube sind gemacht! Nach diesen Einstellungen ist der Grundstein für eine YouTube Präsenz gelegt. In unserem nächsten Artikel gehen wir noch mehr in die Tiefe und zeigen, wie man Video-Content optimal produziert und Video-Einstellungen vornehmen kann, um ganz viele Zuschauer und Aufmerksamkeit zu erreichen.

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