Diese 5 Trends beschäftigen die YouTube Welt

Neue Web-TV-Monitor Studie 2017

Jetzt endlich schwarz auf weiß: Was hat sich 2017 in der Webvideo-Szene getan? Welche Trends und Erfolgsfaktoren lassen sich ablesen? Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) hat den Web-TV-Monitor 2017 veröffentlicht, der auf 86 Seiten Fragen dieser Art beantwortet. Die fünf wichtigsten Trends, die für die YouTube-Welt aus der Studie abzulesen sind, haben wir euch an dieser Stelle zusammengefasst.

1. YouTube gewinnt gegen Facebook

Video-Inhalte auf Facebook boomen! Bei immer mehr Inhalten auf der eigenen Facebook-Timeline handelt es sich um Videos, sodass der Gedanke, die Verbreitung eigener Videos auf Facebook zu intensivieren, eigentlich naheliegt: ein Trugschluss! Das zeigt die Basis von 12.048 untersuchten YouTube-Kanälen und 550 Facebook-Seiten mit Video-Inhalten. So konnte die analysierte Testgruppe auf Facebook innerhalb eines halben Jahres keinen Zuwachs bei den Abrufzahlen verzeichnen, während es auf YouTube deutlich nach oben ging.

Quelle Grafik: Web-TV-Monitor 2017 S. 49

Zugrunde liegt dieser doch eher ernüchternden Entwicklung bei Facebook wohl das besondere Geschäftsmodell des sozialen Netzwerks. So wird die organische Reichweite von Posts nach und nach eingeschränkt, um Seitenbetreiber dazu zu verleiten, mit dem Einsatz von Werbebudget mehr Personen zu erreichen. Solche Kosten sind bei YouTube hingegen nicht erforderlich und können auch nur bei Bedarf eingesetzt werden. YouTube bietet im Webvideo-Bereich somit deutlich mehr Sicherheit hinsichtlich der zukünftigen Reichweitenentwicklung als Facebook.

2. Sinkende Macht der MCNs

Eine weitere Entwicklung, die uns der Web-TV-Monitor 2017 bestätigt, ist die sinkende Macht der Multi-Channel-Netzwerke (MCN). Ließen sich vor einigen Jahren noch so gut wie alle YouTuber mit einer größeren Anzahl an Abonnenten von solchen Unternehmen vermarkten, beraten und betreuen, sinkt der Anteil der MCN-Mitglieder stetig.

Quelle Grafik: Web-TV-Monitor 2017 S. 41

Als Grund  für diese Entwicklung kann zum einen die zunehmende Spezialisierung der MCNs auf eine kleinere Anzahl YouTuber genannt werden, um diesen eine bessere Beratung und Vermarktung bieten zu können. Zum anderen tragen auch neue effizientere und für die YouTuber kostengünstigere Plattformen dazu bei, dass eine Mitgliedschaft in einem MCN nicht mehr unbedingt benötigt wird, um die eigenen Inhalte professionell zu monetarisieren.

3. Starker Anstieg an Produktplatzierungen

Immer häufiger tragen Produktplatzierungen zu den Einnahmen von YouTube-Kanälen bei. Mit einem Anteil von 62% steht mit der YouTube-Werbung auch weiterhin die einfachste Art der Monetarisierung an der Spitze. Lohnenswerte Zusatz-Werbeformen wie Sponsoring/Presenting und Produktplatzierungen stehen aber ebenfalls kurz davor die 50 %-Grenze zu durchbrechen und machen einen immer größeren Anteil an den Einnahmen aus.

 4. Interesse an Influencer-Marketing unter Onlinevideo-Anbietern steigt

Auch auf der Seite der Onlinevideo-Anbieter nimmt das Interesse am Influencer-Marketing nicht ab. Wird das Thema heutzutage von 49 % der Befragten als sehr wichtig oder eher wichtig beurteilt, wird dieser Anteil im Laufe der kommende Jahre noch deutlich steigen. Nur 3%  gehen bis 2020 von einer geringeren Relevanz des Influencer-Marketings aus, 43% gaben hingegen an, die Bedeutung als wichtiger werdend zu beurteilen.

Sowohl auf der Seite der YouTube-Kanäle als auch der Unternehmen besteht damit weiterhin ein großes Interesse daran, Werbeformen wie das Sponsoring/Presenting oder Produktplatzierungen voranzubringen.

5. Auffindbarkeit und unklare rechtliche Rahmenbedingungen als Hemmfaktoren im Webvideo-Bereich

Welche Faktoren hemmen die Entwicklung der Onlinevideo-Angebote? Neben vielerlei technischer Aspekte wie dem begrenzten Datenvolumen bei Mobilfunkverträgen stechen hier vor allem zwei Punkte hervor, die besonders für Unternehmen und deren Entwicklung auf YouTube von Bedeutung sind. So sorgen sie sich nicht nur um die Auffindbarkeit der eigenen Angebote, sondern auch um die, in ihren Augen, unklaren rechtlichen Rahmenbedingungen, welche vor allem im Bereich des Influencer-Marketings noch nicht häufig genug korrekt angewendet werden.

Helfen können bei diesen beiden Problemen spezialisierte YouTube- und Influencer-Marketing-Agenturen, mit deren Assistenz auch Unternehmen auf der Webvideo-Plattform erfolgreiche Kanäle etablieren können. Erste Tipps zur Überwindung des Auffindbarkeits-Problems durch das Knacken des YouTube-Algorithmus haben wir beispielsweise schon einmal in vier Videos zusammengefasst.

Der vollständige Web-TV-Monitor 2017 mit vielen weiteren Fakten rund um die Webvideo-Welt kann hier kostenlos abgerufen werden.

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